Hotel | Alcúdia | Torrent de Pareis | Cala Torta | Mondragò | Santanyí | Rennradfahren | Fazit
Es gibt Orte, die überraschen einen nicht, weil sie unbekannt sind, sondern weil sie so viel mehr sind, als man erwartet.
Mallorca ist genau so ein Ort.
Nur rund 170 Kilometer vor der spanischen Ostküste liegt eine Insel, die viel mehr ist als nur ein Urlaubsziel, eine Mischung aus mediterraner Leichtigkeit, rauer Natur und jahrtausendealter Geschichte.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine Reise nach Mallorca inklusive:
- den besten Regionen für Unterkunft & Ausgangslage
- warum die Insel als eines der besten Rennrad-Reviere Europas gilt
- Orte, die du wirklich gesehen haben solltest (abseits vom Klischee)
- Naturspots, die überraschend ruhig und ursprünglich sind
- und Tipps, wie du Mallorca sinnvoll planst, ohne in die typischen Touristenfallen zu laufen
👉 Wenn du lieber hörst statt liest: Die komplette Reise gibt’s auch im Podcast „Lange Geschichte“.



All inclusive oder Finca?
Unterkunft: Playa de Muro
- Region: Norden der Insel
- Strand: Playa de Muro
- Langer Sandstrand mit flachem Einstieg
- Ruhiger als viele andere Touri-Hotspots
Geeignet für:
- entspannten Urlaub
- Radsport
- lange Strandspaziergänge
Hotel Iberostar Waves Playa de Muro (All Inclusive Erfahrung)
- Große Hotelanlage direkt an schönem Sandstrand
- Außenpool und extra Kinderbereich schön, Hallenbad (nichts besonderes, aber für Bahnen schwimmen ok)
- Leckere Verpflegung: komplett abgedeckt (Frühstück, Mittag, Snacks, Dinner, alle Getränke)
- Freizeitangebote für Kids, Sport und Kreativität
- Gute Infrastruktur & super Service
- Kosten pro Person für Flug + acht Tage all inclusive 1180€
Einordnung:
- sehr bequem
- ideal für kurze Trips
- weniger individuell
👉 Ich fand es nach zwanzig Jahren mal wieder cool all inclusive zu haben, nicht kochen zu müssen, direkt am Strand etc. Das nächste Mal würde ich aber dennoch gern wieder eine Finca oder so mieten. Es ist dann ruhiger, persönlicher, mehr Eigengefühl und einfach mehr mein Ding. Das Hotel und dieses durchweg super Personal waren aber wirklich toll.



Alcúdia - Geschichte zwischen Römern und Stadtmauern
Highlights
- Römische Ruinen: Pollentia (Achtung kaum Schatten, Vorstellungskraft notwendig, da nur rudimentäre Ruinen, 4€ pp)
- Altstadt & Stadtmauer
Altstadt
- Komplett erhaltene Stadtmauer (14. Jh.)
- Kleine Gassen & Cafés
Tipp:
- Bistro Verdeteja
- Markt: dienstags & sonntags (aber nur lohnenswert für Lebensmittel)



Der Torrent de Pareis
Überblick
- Startpunkt: Sa Calobra
- Schlucht mit Bach (Torrent de Pareis) und Meer-Mündung
Wichtige Infos
- Felswände bis zu 200 m
- Teilweise anspruchsvoll
- Rutschige Passagen & Wasser
Wichtig:
→ kein klassischer Wanderweg
→ festes Schuhwerk nötig
👉 Wenn Ihr fit seid unbedingt machen und ansonsten einfach nur bis zum ersten Felsen laufen, absolute Empfehlung.



Von der Cala Torta zum Torre d'Albarca - eine Wanderung wie aus Mittelerde
Route
- Start: Cala Torta
- Ziel: Torre d’Albarca
Facts
- Gehzeit: ca. 1,5 Stunden
- Landschaft: karg, ruhig, wenig erschlossen
Highlight:
👉 sehr abgelegen, wenig Tourismus, diesen Urlaub war das mein Favorit, man kann auch einfach hinfahren, wenn man an einen sehr schönen, kaum besuchten Strand möchte ohne zu wandern. Aber hier gibt es nichts, also ausreichend Getränke und Snacks einpacken.



Der Parc Natural de Mondragó - geschütztes Naturparadies
Überblick
- Naturpark: Parc Natural de Mondragó
- Lage: Südosten
- abwechslungsreiches Spazierengehen auf fünf Routen
Das erwartet dich
- Buchten
- Pinienwälder
- Lagunen
- Vogelarten
Besonderheit:
→ geschütztes Naturgebiet (seit 1992)



Santanyí - zwischen authentisch und international
Überblick
- Ort: Santanyí
- Bekannt für: Sandstein-Architektur
Vor Ort
- Läden (Ich mag TerraOrigens für Haushaltsdinge und Tony Mora Cowboystiefel, die seit 1918 auf der Insel hergestellt werden)
- Cafés & Restaurants (Café Val hatte tollen hausgemachten Käsekuchen)
Hinweis:
→ starker deutscher Einfluss (stellt Euch drauf ein oder geht in der Off-Season hin)



Rennradfahren auf Mallorca - Europas Trainingsparadies
Ich selbst fahre kein Rennrad, aber ich habe die Infos von Marc und Martin für Euch zusammengefasst. Marc war bereits zum vierten Mal zum Rennradfahren hier und liebt es.
Warum Mallorca perfekt ist
- Über 300 Sonnentage/Jahr
- Sehr gute Straßenqualität
- Vielseitiges Terrain
Streckenarten:
- Küstenstraßen (flach)
- Hügellandschaften
- Hochgebirge: Serra de Tramuntana
Bekannte Routen
- Sa Calobra (legendär, viele Kehren)
- Cap de Formentor
- Col de Reis
Routen Marc & Martin (Startpunkt Playa de Muro)
- Cala Sant Vicenc, 47 km, Schwierigkeit 02/10
- Berg Randa (mit Kuchenpause in Petra), 107 km, Schwierigkeit 06/10
- Col de Reis, 102 km, Schwierigkeit 08/10 ⭐️ Favoriten-Tour
- Cap Formentor, 70 km, Schwierigkeit 05/10
- Rund um Artà, 101 km, Schwierigkeit 04/10
Schwierigkeit gesamt:
- Mittel bis sehr anspruchsvoll
- Für Anfänger nur bedingt geeignet
Organisation
- Fahrradverleih vor Ort (z. B. Hürzeler, Kosten für 7 Tage für ein Cube-Rennrad 280€)
- Viele Hotels auf Radfahrer spezialisiert (Iberostar Waves Playa de Muro gilt als Rennradfahrer Favorit)
Fazit
Lohnt sich Mallorca
im Frühling?
Ja, absolut!
Für die zweite Osterferienwoche war es auch total ok von Menschen her, ich würde aber empfehlen entweder kurz vor oder kurz nach Ostern hinzureisen. Besonders die Neben-Saison ist halt so schön (April, Mai, Oktober).
- Natur
- Geschichte
- Sportmöglichkeiten
- perfekte Erreichbarkeit
→ ideal für sehr unterschiedliche Reisearten
Dieser Beitrag ist nur die kompakte Übersicht.
👉 Die komplette Reise, persönliche Eindrücke und Geschichten findest du im Podcast:
„Lange Geschichte“
→ perfekt für unterwegs oder zur Reisevorbereitung
